Du bist wie ein verlassnes Haus

Du bist wie ein verlassnes Haus.
Gedankenefeu wuchert an den Wänden und rankt dich ein.
Traumblütenblumentöpfe fallen von den Simsen.
Du würdest gerne müde sein.

Und wenn du dich bewegst, erstickst du fast im Staub
deiner Erinnerungen.
Und wenn du husten musst, erklingen Lieder, die man dir
vorgesungen.

Die Ziegel, die dein Gesicht verbargen,
sind vom Wind halb abgedeckt.
Du wartest auf den Regentropfen,
der dich erschlägt und nicht mehr weckt.

Du bist nicht bitter, bist nur müde
und manchmal gibt es neue Kraft,
wenn jemand in dein kahles Zimmer kommt
und in dem Ofen Feuer macht.

Du bist wie ein verlassnes Haus.
Die Fensterscheiben sind schon lange blind.
Betrachten und bewohnen will dich niemand mehr,
weil neben dir zu viele gleiche sind.

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